Weihnachtsmarkt in Stockholm – Altstadt im weihnachtlichen Glanz

Wenn man Weihnachten in seiner ursprünglichsten Form erleben möchte, sollte man unbedingt in Richtung Skandinavien reisen. Insbesonder Stockholm versinkt im Dezember in weißen Glanz des Schnees und gibt den örtlichen Weihnachtsmärkten das richtige Ambiente.

Stockholm_Weihnachtsmarkt @Reiseidylle

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Ein beliebter Weihnachtsmarkt ist jener in Stockholmer Altstadt, der zwar im Gegensatz zu den deutschen Märkten äusserst klein ausfällt, dafür aber in seiner ursprünglichsten Form erhalten geblieben ist. Statt der leuchtenden und Lärm produzierenden Fahrgeschäfte reihen sich kleinere Buden aneinander, die beispielsweise noch Holzschnitzereien und Holzspielzeug verkaufen, die auch hierzulande eine Renaissance feiern. Zudem hängt dauerhaft der Duft von gebrannten Mandeln und Nüssen sowie Glühwein in der Luft, irgendwie passend zur weihnachtlichen Zeit. Dieser Zauber fängt einem recht schnell ein und erinnert einem an eine Reise in die Vergangenheit.

Stockholmer Altstadt im Weihnachtsglanz

Wenn man über den Weihnachtsmarkt in der Altstadt geschlendert ist, sollte man den Ausflug über die gesamte Altstadt ausdehnen. Die Gamla stan, wie sie dort genannt wird, besitzt noch zahlreiche Häuser, die im 17. Jahrhundert nach dem grossen Brand errichtet wurden. Etwas windschief, höchsten zwei bis drei Stockwerke hoch, in der typischen Bauweise des Spätmittelalters, reihen sich im Ergeschoss kleinere Geschäfte aneinander, die gerade zur Weihnachtszeit wunderschöne Dinge feil bieten.

Leckere schwedische Köstlichkeiten in kleinen Cafés

Das wunderschönste am Ende des Spaziergangs durch die Altstadt war das Einkehren in einem kleinen Café. Eine schöne Tasse mit heissem Kakao sowie leckere schwedische Kekse waren der perfekte Abschluss eines Tages, der sich in Schweden schon gegen spätestens 15 Uhr dem Ende neigt. Wenn man dann zurück auf die Strasse kommt, das Laternenlicht sich im Schnee spiegelt und kleine Flocken niederfallen, glaubt sich fernab jeder Realität.

Umeå Jazz Festival – Kultur in der Universitätsstadt

Umeå gehört zu jenen Orten in Schweden, die im Laufe der Jahre durch ihre Bewohner geprägt wurde. Die enge Verbundenheit der Studierenden mit der bekannten Universitätsstadt reichte schlussendlich soweit, dass scheinbar ein Grossteil der Kultur von ihnen ausgeht.

Was zunächst einen sehr negativen Touch erhält, muss man fast lobenswert hervorgeben. Hierzulande sucht man solche Orte vergebens, denn beispielsweise Tübingen besitzt den tadellosen Ruf einer Universitätsstadt, aber mit ihre verbunden sind keinerlei grossen kulturellen Ereignisse. Im Umeå ist dies anders, hier leben die Studenten ihre Freiheit in Form von unterhaltsamer Kultur aus und auch wenn das Jazz Festival des Ortes nicht ihrer Idee entsprungen ist, Jazz zudem nicht gerade jungen Leuten zugeschrieben wird, sind sie es, die dem musikalischen Highlight ihren Stempel aufdrücken.

Umeå Jazz Festival

Allein schon das Urspungsjahr wird vielen ein Lächeln auf die Lippen zaubern, allerdings haben das Jahr 1968 und die Studenten an dieser Stelle weniger gemein als angenommen. So wird in diesem Jahr, auch wieder in Europa, Umeå zum Sammelpunkt aller Jazzbegeisterten. Meistens im Oktober, manchmal im frühen November beheimatet, treten Jazz Künstler aus ganz Skandinavien auf und verwandeln die nordschwedische Stadt in eine pulisieren Metropole. Man muss es einmal miterlebt haben, um die Dynamik des Festivals zu spüren. Jazz, hierzulande verpönnt, wird hier zu einer tanzbaren Musik.

2009 wird das Umeå Jazz Festival zwischen dem 22.und 25. Oktober stattfinden.

Thementouren Skagen – mehr als nur Skagen Uhren

Wenn man den Namen Skagen vernimmt, gibt es gleich zwei ultimative Eigenschaften, die man mit der Stadt in Verbindung bringt. Einerseits sind es die einzigartigen Uhren aus Skagen, die mittlerweile Weltruhm geniessen und anderseits die Tatsache, dass Skagen die nördlichste Stadt Dänemarks ist.

Skagen Dänemark @wikipedia Ile-de-re

Skagen Dänemark @wikipedia Ile-de-re

Abgesehen von diesen Fakten, die auf den ersten Blick nicht gerade als Touristenmagnete funktionieren, hat Skagen allerhand zu bieten. Deshalb haben sich die Stadtoberen etwas ganz Besonderes für Besucher von Skagen ausgedachten – Thementouren durch und um die City.

Thementouren Skagen – Abwechslung für Eltern und Kinder

Gerade Familien kommen bei den Thementouren durch Skagen voll auf ihre Kosten. Wer kulturell sehr interessiert, zudem sich mit den natürlichen Gegegebenheiten der Stadt auseinander setzen möchte, sollte an dem Rundgang „Sand – stimmt das wirklich“ teilnehmen. Im Mittelpunkt steht dabei die versandete Kirche, die bereits im Mittelalter ein Opfer von Wanderdünen geworden ist. Ausserdem werden Touren zum Thema Fisch angeboten, angesichts der Tatsache, dass Skagen sowohl an Ostsee als auch Nordsee liegt, nicht weiter verwunderlich. Weitere Themen sind „Bernstein“ und sowie eine abwechslungsreiche „Schatzjagd“.

„Skagenmaler für einen Tag“ – einzigartiger Rundgang rund um Skagen

Das Highlight dürfte jedoch die Tour „Skagenmaler für einen Tag“ sein. Wer sich etwas näher mit der Stadt beschäftigt, erfährt recht schnell, dass in Skagen Künstler wie Krøyer und Ancher beheimatet waren und ein Teil ihres künstlerischen Schaffens in der beschaulichen Metropole verlebten.

Trosa in Schweden- ein Ferienhaus im idyllischen Badeort

Trosa – allein schon der Name ist verblüffend romantisch angehaucht, wenn man dann auch noch bedenkt, dass der Ort den Beinamen „Ende der Welt trägt“, ist die kaum vorstellbare Idylle perfekt. Ein Ferienhaus in Trosa oder zumindest in der Umgebung des bekannten Sommerbadeortes verpricht Erholung pur.


Trosa @wikipedia epic

Trosa @wikipedia epic


Trosas erste Spuren lassen sich schon im 15. Jahrhundert finden, allerdings ruinierte die Zerstörung durch die Vitalienbrüder das ursprüngliche Stadtbild. Auch dem Neuaufbau war keine lange Lebenszeit vorherbestimmt, denn diesmal waren es russische Truppen, die Trosa dem Erdboden gleich machten. Die anschliessend entstandende Stadt ist aber jene, die im groben bis zum heutigen Tage erhalten geblieben ist.

Sommer- und Badeort Trosa – ein Ferienhaus mieten

Lange Zeit war Trosa ein kleines Fischerstädtchen, dass keine grosse Beachtung fand. Ähnlich wie in Deutschland gab es Mitte des 19.Jahrhunderts ein gesellschaftliches Umdenken, kleine Badeorte wurden immer populärer. Orte, an denen sich das betuchte Bürgertum aus Schweden zurückziehen oder einfach nur einen Wochenendurlaub verbringen konnte. Gesellschaftlicher Mittelpunkt in Trosa wurde dabei das „Gesellschaftshauses“, wo man Feste und Bälle veranstaltete. So verlagerte sich auch das gesellschaftliche und kulturelle Leben in den Sommermonaten in Badeorte, wie das idyllische Trosa. Wen wundert es da, dass sich auch zahlreiche Künstler von diesem Ambiente angezogen fühlten und nach Trosa kamen, um sich ihren Inspirationen hinzugeben.

Die Schären Gärten sind im Sommer ein beliebter Bootsausflugsort, manchmal wimmelt es nur von kleine Boote dort.

Lappland in Schweden

Eine einzigartige Möglichkeit habe ich durch die OAS in Schweden ermöglicht bekommen. Dank der Veranstalter von visitsweden.com hatte ich die Gelegenheit das schwedische Lappland kennenzulernen. Einzigartig gelegen unterscheidet sich die Region doch erheblich vom Süden des Landes, den ich bislang ausschließlich kannte.

Lappland Schweden @Reiseidylle

Lappland Schweden @Reiseidylle

Schon allein die Temperatur rund 200 Kilometer nördlich des Polarkreises Anfang Juni ist gewöhnungsbedürftig. Während man hier bei 28 Grad und schwüler Luft regelrecht zerläuft, herrscht dort zwischen sechs und elf Grad Celsius – für die Menschen dort Anlass genug um vom Frühsommer zu sprechen :-). Verbringt man dort mehrere Tage, entsteht aber wirklich der Eindruck als wenn elf Grad eine durchaus sommerliche Temperatur sein kann, denn aufgrund der extremen Sonneneinstrahlung ist ein Sonnenbrand keine Seltenheit.

Lappland in Schweden mit einzigartiger Landschaft

Dank der organisierten Tour hatte ich die Gelegenheit das schwedische Lappland in seiner ursprünglichsten Form kennenzulernen. Zelten in der Wildnis, Wandern zum Fuße des höchsten Berges Schwedens, den Kebnekaise, und richtiges Klettern an Felswänden. Marlene, unsere schwedische Kletterfrau, hatte unendliche Geduld mit uns und hatte im Gegenzug viel zu Lachen. Letztendlich wieder eine Herausforderung, der ich mich gestellt habe. Das schwedische Lappland mit seinen schneebedeckten Gipfeln, den schroffen Felswänden, der spärlichen Natur, mit Rentieren in einer unglaublichen Nähe und die kleine beschauliche Flusslandschaft wird mir unvergessen bleiben. Ich hoffe, die Bilder können wenigstens einen kleinen Eindruck von dem verschaffen, was ich dort erlebt habe.

Stockholm Schären – Inselwelt Schwedens

Etwas unbeachtet der touristischen Highlights in Stockholm erstreckt sich vor der schwedischen Hauptstadt inmitten des Meeres eine einzigartige Insellandschaft – die Stockholm Schären. Beschäftigt man sich etwas näher mit dieser Thematik, wird man recht schnell die Faszination der sich über rund 80 Kilometer erstreckende Inselwelt für sich entdecken.

Stockholm Schären @reiseidylle

Die Schären vor den Toren Stockholms gehören zu den schönsten Naturschönheiten, die Schweden zu bieten hat. Die Schärenstiftung, die eigens zum Schutz und dem Erhalt dieser Meereswelt ins Leben gerufen wurde, spricht sogar von einem wahren Naturwunder. Die Inseln selbst sind noch ein recht junges Naturphänomen angesichts der Tatsache, dass sie zur zeit um Christi Geburt noch gar nicht vorhanden war. Wirklich in den Karten der Seefahrt tauchen sie erst zur Hochzeit der Wikinger im 10. Jahrhundert auf. Selbst heute noch heben sich die einzelnen Inseln aus dem Meer heraus, jedoch sind es nur noch bescheidene 30 Zentimeter in 100 Jahren. In der Summe handelt es sich bei dieser einzigartigen Welt um eine Sammelsurium von 30.000 Insel, auf denen 50.000 Ferienhäuser beheimatet sind.

Jugendherbergen, Hotels und Ferienhäuser in den Stockholmer Schären

Die meisten Ferienhäuser, die sich auf den verschiedenen Inseln befinden, sind im Besitz von Stockholmer Bürgern. Sie nutzen die Sommerzeit um der Stadt zu entkommen und sich in diese einzigartige Idylle zurückzuziehen. Aber auch Kurzzeitreisende oder Touristen haben entweder auf Tagesfahrten oder auch bei längeren Aufenthalten in Hotels oder Jugendherbergen die Gelegenheit die Schönheit der Stockholmer Schären zu genießen. Direkt vom Hafen aus werden die Insel mehrmals täglich von Schiffen angelaufen. Wer mutig ist, kann sich mittels ein Kanus durch die Insellandschaft manövieren.

Einmal in Stockholm sollte man unbedingt in den Genuss der Schären kommen. Sie gehören zu den schönsten Meereslandschaften in Skandinavien.

Stabkirche von Heddal – eine der schönsten und die größte Stabkirche in Norwegen

Stabkirchen sind ein Relikt der Vergangenheit, das aus meiner Sicht viel zu wenig Anerkennung genießt. Während man hierzulande versucht und auch in den skandinavischen Ländern die herkömmlichen Gotteshäuser aufwendig restauriert, sind viele Stabkirchen ganz einfach in Vergessenheit geraten.

Heddal Stavkirke @Reiseidylle

Zum Glück haben sich einige Skandinavier eines Besseren besonnen und konnten wenigsten einige wenige Hundert vor dem Verfall bewahren. Wie jene Stabkirche von Heddal, die mit einer Länge von 24 Metern und einer Breite von 14 Metern die größte Stabkirche in Norwegens Gefilden ist. Neben der imposanten Größe ist vor allem das Interieur von großem Interesse, stammt doch ein Bischofsstuhl aus dem 12. Jahrhundert und die kostbaren Holzverzierungen des Gotteshauses geben einen Teil seiner Geschichte preis. Um in dieser weiter eintauchen zu können, hat man in der unmittelbaren Nachbarschaft der Stabkirche ein Museum eingerichtet, wo man sich umfassend über die Bauweise, die speziell auf Skandinavien abgestimmt ist, sowie der Geschichte der Kirche von Heddal informieren kann.

Leider genießen die Stabkirchen innerhalb des Christentums keine hohe Anerkennung, denn vielerorts bilden die Kirchen in ihren Darstellungen eine Symbiose aus Christentum und damaligen Heidentum, oder besser gesagt der Vielvergötterung der vorchristlichen Zeit. Für den heutigen interessierten Betrachter ein sehr wertvoller Aspekt auf dem Weg der voranschreitenden Christianisierung nach 10. Jahrhundert, waren sie den Kirchenmännern lange Zeit ein Dorn im Auge. Möglicherweise sind sie auch deshalb auch nur noch in so geringer Zahl zu bewundern.

Die Stabkirche von Heddal ist direkt an der E134 zu finden.

Vradal – Wandern am Nissersee

Die Landschaft rund um Vradal selbst ist ein Erlebnis. Staunend, auf den Berggipfeln verharrend und die einzigartige Natur geniessend, nimmt man den Ort am Ufer des Nissersees war. Vradal, im Winter ein bekanntes Skigebiet, kann auch im Sommer überzeugen.

Vradal im Sommer Telemark Norwegen @reiseidylle

Egal, was einen in die norwegische Region rund um Vradal führt, man kann es unendlich geniessen. Grund hierfür ist die einzigartige Landschaft rund um den Ort, der selbst auf einer Insel zwischen zwei Seen eingebettet ist, dem Nissersee und dem Vravatn. Wem Vradal bisher nur als Wintersportort bekannt ist, lässt sich in den Sommermonaten einiges entgehen.

Vradal – Wandern, Angeln und Kanufahren

Vradal bietet auch im Sommer allerhand Möglichkeiten. Umgeben von Bergen, die eine Höhe von knapp 1.200 Metern erreichen, ist Wandern eine hervorragende Alternative. Dabei muss man ganz unterschiedliche Herausforderungen meistern, so führt der Weg zum Gipfel meist nicht nur gradlinig entlang gut ausgebauten Liopen, vielmehr muss man seine Kletterkünste unter Beweis stellen, aber ohne sich zu überlasten. Die Mühe lohnt sich, denn die Aussicht ist atemberaubend. Berggipfel, unzählige Seen und traumhaft gelegene Häuser machen den Aufstieg lohnenswert.

Angeln im Nissersee

Natürlich kann man sich das Angeln in Vradal nicht entgehen lassen. Der siebtgrösste See Norwegens, der Nissersee, bietet Fischreichtum und dank seiner langgezogenen Passagen die Möglichkeit zum Forellen- und Lachsangeln. Mit einem Boot lässt sich dies aber besser realisieren, als wenn man Geduld am Ufer des Sees beweisen muss. Der Lohn ist äusserst schmackhafter Fisch.

Alta – uraltes Siedlungsgebiet Norwegens

Eines der ältesten Siedlungsgebiete in Norwegen und der Finnmark befindet sich rund um den Ort Alta. Jahrtausende alte Zeichnungen auf Felsen zeugen von der langen Geschichte des Gebietes. Diese kostbaren Hinweise auf die Vergangenheit gehören zum UNESCO Welterbe und sind noch lange nicht vollständig entschlüsselt.

Alta @Reiseidylle

Heutzutage wohnen rund 15.000 Einwohner rund um den lachsreichen Fluss Alta. Da der Ort sehr gut in das Verkehrsnetz Norwegens eingebunden ist, zählt der Ort viele Touristen, welche sich auf die Spuren der Vergangenheit begeben wollen. Der vor kurzem errichtete Flughafen ermöglicht sogar eine weitere Anreise aus allen Teilen Norwegens. Alta befindet sich nördlich des Polarkreises, weshalb zwischen dem 16. Mai und 16. Juli die Sonne nicht vollständig untergeht und zwischen dem 24. November und dem 18. Januar der Ort fast vollständig im Dunkeln versinkt.

Die Bewohner Altas haben sich schon lange daran gewöhnt und lassen sich von diesen Naturereignissen wenig beeindrucken. Rund um den Ort finden sich zahlreiche Bodenschätze, wie zum Beispiel das Alta Schiefer. Der Abbau der Rohstoffe gehört seit der Gründung der Stadt im Jahr 1704 zu den wichtigsten Wirtschaftszweigen. Weitere Wirtschaftszweige sind der Tourismus, der Fischfang und der Bergbau. Leider wurde ein Großteil der Stadt während des Zweiten Weltkrieges stark in Mitleidenschaft gezogen, trotzdem gibt es zahlreiche Dinge zu entdecken.

Berühmteste Sehenswürdigkeit sind die Felszeichnungen. Datiert werden diese auf die Zeit vor circa 6.000 Jahren. Das Alta Museum hat für die Besichtigung der Zeichnungen einen fünf Kilometer langen Lehrpfad eingerichtet, auf dem der geneigte Besucher die Orte der Zeichnungen anschauen kann. Archäologen haben die schon stark verwitterten Zeichnungen mit roter Farbe nachgezeichnet ohne ihre Ursprünglichkeit zu verändern. Die genaue der Funktion ist aber selbst den Experten noch immer schleierhaft – die große Anzahl der Zeichnungen verwirrt – sollten sie Wegweiser sein, Feinde abschrecken oder Markierungen für die eigenen Siedlungsgebiete sein? Der Rundgang wird ergänzt durch Ausstellungen zur Geschichte Altas sowie über den Handel in der Umgebung.

Mikkeli und das Saimaa Seensystem

Was zunächst sehr verwirrend klingt, wenn man von einem Seensystem spricht, erklärt sich, wenn man versucht, den Ausläufern des größten Sees Finnlands, dem Saimaa, Herr zu werden. Mikkeli ist an den nördlichen Ausläufern dieses Seenkontruktes und in der Region Savo gelegen.

Möchte man es weltmännischer lokalisieren, kann man sagen, dass sich Mikkeli rund 200 Kilometer nördlich der Hauptstadt Helsinki befindet. Die heutige Stadt mit ihren Wurzeln ist Mitte des 19. Jahrhunderts anzusiedeln, was jedoch nicht ausschliesst, dass die Geschichte vorher hier eignislos vorüber gegangen ist. Vielmehr gibt es historische Zeugnisse, die belegen, dass hier bereits im Mittelalter ein reger Handelsort gewesen sein muss. Mikkeli selbst verdankt seine Existenz dem russischen Zaren Nikolaus I., der es 1838 aus der Taufe hob.

Saimaa Finnland @reiseidylle

Sehenswürdigkeiten von Mikkeli

Als die bekannteste Sehenswürdigkeit des Ortes gilt die um 1897 erbaute Domkirche von Mikkeli. Das einschiffige Gotteshaus stellt eines der faszinierendsten Architekturbauten Finnlands im neugotischen Stil dar. Schon von weitem lässt sich der rund 64 Meter hohe Kirchenturm der Domkirche erkennen, schließlich handelt es sich hier praktisch um den höchsten Punkt der Stadt.

Eine etwas längere Reise in die Vergangenheit bedarf der Besuch der hölzernen Doppelkreuzkirche. Mit 2.000 Sitzplätzen ist sie die drittgrößte Holzkirche des Landes und bereits im 1816 errichtet. Generell beherrschen die zahlreichen Gotteshäuser das Stadtbild, wie kaum irgendwo anders in Finnland.

Aber andere kulturelle Einrichtungen sind durchaus sehenswert, insbesondere das Kunstmuseum, das Hauptquartiermuseum und das Groß-Savo-Museum. Letzteres ist ein umgebauter Kornspeicher, der Aufschluss über die Historie und Ethnologie Mikkelis gibt.