Bergen in Norwegen als lohnswertes Reiseziel

Auf den ersten Blick wirkt Bergen in Norwegen wie eine Kleinstadt: Niedrige Häuser schmiegen sich an das bergige Hinterland und grenzen an den historischen Seehafen – doch dahinter verbirgt sich eine aufstrebende Metropole, die zudem auf eine fast eintausend jährige Geschichte zurückblickt.

Bergen in Norwegen (c) reiseidylle.de

Bergen in Norwegen (c) reiseidylle.de

Lange Zeit nahm Bergen in Norwegen für sich in Anspruch die größte Stadt des westskandinavischen Landes zu sein, bis sie von Oslo abgelöst wurde. Durch ihre wirtschaftlich günstige Lage konnte die zeitweilig als Hauptstadt dienende Metropole seit ihrer Gründung etwa um 1070 stetig wachsen und an Bedeutung gewinnen – besonders ab der zweiten Hälfte des neunzehnten Jahrhunderts expandierte Bergenauf der Halbinsel Bergenshalvoyen.

Bergen: Norwegens zweitgrößte Stadt

Der Hafen Vagen nimmt in Bergen eine herausragende Stellung ein: Als maßgeblicher Wirtschaftsfaktor war er Ausgangspunkt für den Handel und von hier laufen auch die Schiffe der Hurtigruten aus, die der gesamten Küste Norwegens bis nach Kirkenes folgen. Ebenso wurde direkt an der Landungsbrücke 1360 ein Kontor der Hanse eröffnet, durch das Bergen wirtschaftlich mit den europäischen Nachbarn verbunden wurde.

Bergen wurde oft von verheerenden Feuern zerstört, denen vor allem die mittelalterlichen Holzhäuser zum Opfer fielen. Das historische Stadtbild im Viertel Bryggen, indem die Lagerhäuser der Kaufleute lagen, wird durch die übrig geblieben und etliche Male restaurierten und wiederaufgebauten Gebäude vergegenwärtigt, die seit 1979 zum UNESCO Weltkulturerbe gehören. Über ihre Geschichte können sich Besucher von Bergen im Hanseatischen Museum informieren, das im Handelshof Finnegarden untergebracht ist. Dank seiner Vergangenheit erinnert das Viertel an eine Übersicht der Sehenswürdigkeiten in Deutschland.

Historisches Hanseviertel und moderne Großstadt

Bergen in Norwegen verfügt besonders in den älteren Stadtteilen über kleine, schmale Gassen und historische Gebäude, während sich andernorts moderne Bürogebäude erheben – eine Stadt voller Abwechslung. Wer sich Bergen einmal ansehen möchte, sollte allerdings Regenjacken und -schirme mit ins Gepäck nehmen – Norwegens zweitgrößte Stadt gilt mit 248 Regentagen als Großstadt mit den meisten Niederschlägen in Europa.

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